Projektarbeit in den USA: Web, Mobile und IoT zusammen
Der US-Markt ist für europäische Unternehmen dank seiner Größe, seiner Profitabilität und seiner Homogenität (zumindest im Vergleich zu Europa) äußerst attraktiv.
Der Eintritt in den amerikanischen Markt ist jedoch nicht ohne Herausforderungen – geografische Distanz und kulturelle Unterschiede sind nur zwei Faktoren, die hier zu nennen sind. Als wir Mitte der 2010er-Jahre begannen, internationale Märkte zu erschließen, sammelten wir erste Erfahrungen auch in den USA: 2015 entwickelten wir eine Plattform für ein in Boston ansässiges Zellbiologie-Forschungsunternehmen.
Das Projekt, das ich nun beschreibe, war jedoch deutlich komplexer.

Unser Kunde ist ein führendes multinationales Unternehmen, das sichere und zuverlässige Anhängerkomponenten und -systeme für zahlreiche Anwendungsbereiche entwickelt und produziert – darunter Schwerlasttransporte, Bauwesen, Freizeitfahrzeuge und Landwirtschaft – und auf über 130 Jahre Erfahrung zurückblickt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den USA, beschäftigt fast 4.000 Mitarbeitende, betreibt mehrere Produktionsstätten und vertreibt seine Produkte über mehr als 50 internationale Standorte.
Die Aufgabe
Unser Kunde entschied sich Anwendungen für seine Endkunden zu entwickeln. Dafür war es erforderlich, die digitale Nutzererfahrung über Web- und Mobilplattformen hinweg zu harmonisieren, um den außergewöhnlichen Service und das Kundenerlebnis sicherzustellen. Dieser strategische Schritt machte eine nahtlose Integration von Sensoren, APIs und weiteren Komponenten notwendig, um effiziente Workflows zu unterstützen.
Die wichtigsten Funktionen des Systems umfassten:
- Asset-Management auf Gruppen- und Organisationsebene
- Asset-Monitoring
- Geofence-Management
- Kundenbezogene Zahlungsfunktionen
- Customer-Service-Dashboard
Unser Ansatz
Die Entwicklung des Gesamtsystems erfolgte in Zusammenarbeit interner und externer Entwicklerteams, wobei der Auftrag für die Frontend-Entwicklung an DSS Consulting vergeben wurde. Die Zusammenarbeit umfasste mehrere abgeschlossene und laufende, sich überschneidende Projekte, die alle nach agilen Methoden durchgeführt wurden, um die notwendige Flexibilität zu gewährleisten.
Wir stellten ein einheitliches Nutzererlebnis bereit, indem wir ein Web-Frontend sowie plattformübergreifende mobile Apps entwickelten, die nahtlos in die Backend-Services integriert waren. Die Weboberfläche wurde so gestaltet, dass sie für Endnutzer eine responsive und intuitive Erfahrung bietet, während Administratoren und Helpdesk-Mitarbeitende mit effektiven Support-Tools ausgestattet wurden.
Gemeinsam mit dem DevOps- und dem Security-Team des Kunden entwarfen wir zudem die Hosting-Infrastruktur, um sicherzustellen, dass die Lösung den betrieblichen Standards des Kunden entsprach.
Die mobilen Anwendungen wurden so entwickelt, dass sie die zentralen Workflows der Weboberfläche widerspiegeln, identische Backend-Logik nutzen und denselben Datenfluss teilen. Um sowohl Marktreichweite als auch Effizienz zu gewährleisten, arbeiteten wir mit einer einzigen Codebasis, die anschließend sowohl für iOS als auch für Android erstellt und veröffentlicht wurde.
Während des gesamten Prozesses legten wir großen Wert auf Transparenz: Regelmäßige Online-Meetings, Demos, Reviews und gemeinsame Entscheidungsfindungen stellten sicher, dass der Kunde stets wusste, woran wir arbeiteten – und warum.
Zentrale Herausforderungen
Das Projekt war nicht frei von Schwierigkeiten:
- Durch die 6-stündige Zeitverschiebung erforderte die Koordination eine sorgfältige Planung, da sich die Arbeitszeiten der Teams nur teilweise überschnitten.
- Anfangs unterschieden sich die Prioritäten der einzelnen Entwicklungsteams, was sich jedoch mit der Einführung fester Routinen schnell besserte.
- Der Aufbau von Vertrauen zwischen den Teams sowie mit dem Kunden verlangte strukturierte Interaktionen und konsequente Transparenz.
- Die Sicherstellung eines nahtlosen Datenflusses zwischen den Softwarekomponenten (entwickelt von unterschiedlichen Teams) bei gleichzeitiger Wahrung der erforderlichen Sicherheitsstandards brachte zusätzliche Anforderungen und umfangreiche Tests mit sich.
- Schließlich stellte auch die kontinuierliche architektonische Überwachung des Gesamtsystems sowie die stabile und transparente Unterstützung der Weiterentwicklung eine Herausforderung dar.
Was wir aus unserer Projektarbeit in den USA gelernt haben
Der Erfolg des Projekts hing von jedem einzelnen Entwicklerteam ab. Um eine reibungslose Zusammenarbeit sicherzustellen, spielten regelmäßige Kommunikation und enge Koordination eine Schlüsselrolle.
Bei einer Zusammenarbeit über mehrere Zeitzonen hinweg ist der Aufbau von Vertrauen zum Kunden entscheidend. Da wir uns nie persönlich getroffen haben, sorgten wir für konsequente Transparenz und regelmäßige Updates, sodass unser Kunde jederzeit über den aktuellen Stand informiert war.
Stehen Sie vor einem Projekt, das mehrere Plattformen, mehrere Teams – sogar mehrere Zeitzonen – umfasst? Warum besprechen wir das nicht bei einer Tasse Kaffee?

